STERNE AUF ERDEN
I legami più profondi (Kirschzweige), 2025, Acryl und Bleistift auf Bettwäsche
Brüder, kommt schnell, ich trinke Sterne, 2025, Aquarell auf Bütten
Wenn ich in den Himmel schaue, meine ich, ein Blumenmeer vor mir zu sehen, und wenn ich eine Blumenwiese sehe, sehe ich darin den Sternenhimmel. Empfindung, Resonanz, Projektion..?
Beim Malen oder Zeichnen von Natur öffne ich meine Wahrnehmung so weit, dass ich meine, die Struktur, das Wesen der Pflanze in mir selbst spüren zu können, fast als sei ich einen Moment lang die Pflanze selbst. Beim Zeichnen verwischen die Grenzen zwischen dem Objekt und mir. Die Stärke und Kraft der Natur übertragen sich auf mich, aber auch ihre Zerbrechlichkeit und Verwundbarkeit. – Oder ich gehe mit ihr in Resonanz. Oder vielleicht projiziere ich es auch auf meine Umgebung, und es ist längst in mir..?
Das Bild, das entsteht, erscheint mir jedenfalls wie ein Ausdruck, den wir gemeinsam geschaffen haben. Ich brauche die sichtbare Welt, die etwas anderes ist als ich selbst und mit der ich in Verbindung treten kann. Um dann doch ich selbst zu sein.
o.T. (Korallenblume), 2025, Acryl auf Karton